Die Jalousietechnik — ein eigenständiges Wahrnehmungssystem
"Die Jalousietechnik ist kein Stilmittel.
Sie ist ein eigenständiges optisches und konzeptuelles System, das ich über Jahre entwickelt und verfeinert habe.
Durch schichtweise aufgetragene, pastose Malmedien entstehen reliefhafte Strukturen, die, je nach Einfallswinkel des Lichts und Standpunkt des Betrachters, unterschiedliche Bildräume erzeugen. Ein Werk verändert sich im Laufe des Tages.
Es verändert sich mit der Bewegung des Betrachters. Es gibt keine eine richtige oder falsche Ansicht.
Das macht die Jalousietechnik zu etwas, das in der gegenwärtigen Malerei ohne direkte Entsprechung ist: eine Malerei, die Zeit und Bewegung in sich trägt, ohne kinetisch zu sein. Eine Malerei, die den Betrachter nicht zum Rezipienten macht,
sondern zum Mitproduzenten des Bildes."